Neue Gartenpläne – Was passt zu uns?

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In unserem Beitrag Zeit für neue Gartenpläne haben wir eine Methode vorgestellt, wie man neue Gartenpläne starten kann. Dabei ging es um die „Vorarbeit“, also darum, Platz und Raum für Neues zu schaffen. Der Beitrag endete mit den Begriffen „entscheiden & loslassen“ und der Ankündigung, hierauf weiter einzugehen.

Dazu gehen wir nochmal einen Schritt zurück. Beim Ideen finden, egal ob für den ganzen Garten oder für Teile davon, hat man viele Bilder gesammelt, die einem gefallen oder die gerade im Trend liegen. Wichtig ist hier ehrlich zu sich selber zu sein. Auch wenn alle in der Nachbarschaft gerade mediterrane Gärten haben oder die Zeitschriften voll sind von modernen Gärten mit Kies, Bambus und großformatigen Platten heißt das nicht, dass man selber auch so etwas haben muss. Es ist wichtig, die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu berücksichtigen. Wenn man keine Vorliebe oder Tendenz bezüglich Gartenstil, Material oder Form finden kann hilft es, die bunt zusammen gesammelten Bilder nebeneinander zu legen und spontan 5 rauszunehmen, die einem auf den ersten Blick am Besten gefallen. Bei diesen 5 Bildern versucht man dann, Gemeinsamkeiten zu suchen hinsichtlich Form und Linie, Material und Farbe. Bei Form und Linie fragt man sich z.B.: Sind die Wege, Terrassen oder Beete eher geschwungen oder eher gerade und rechtwinklig? Die so gefundenen Formen, Farben und Materialen sollten man in der Gestaltung berücksichtigen und zugleich andere mögliche Formen, Farben und Materialen nicht weiter verfolgen, also „loslassen“.

Entscheiden und loslassen muss man aber nicht nur bezüglich Gartenstil, Formen, Farben und Materialen sondern auch bei Wünschen und Ideen für den Garten. Dabei haben wir im letzten Artikel die Machbarkeit, die Größe und die persönliche Dringlichkeit angesprochen.

Die Machbarkeit eines Wunschprojektes hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Gewisse Parameter lassen sich nicht ändern und schränken die Machbarkeit ein. Man kann sich zum Beispiel noch so sehr einen 20m langen Pool zum Trainieren wünschen, wenn der Garten nur 10m lang ist geht es einfach nicht. Hier wäre zu entschieden ob ein kleinerer Pool auch noch die Wüschen erfüllen kann oder ob nicht die Jahreskarte fürs Schwimmbad die bessere Alternative ist.

Die Größe von Projekten im Garten kann sehr unterschiedlich sein. Einen Sandkuhle oder eine Hütte für und mit den Kindern zu bauen ist für viele vorstellbar. Eine neue Terrasse oder einen Senkgarten mit stützenden Wände anzulegen traut sich schon nicht mehr jeder zu. Hier ist meist Hilfe von Fachleuten nötig und das Projekt wird auch entsprechend teurer. Man muss also entscheiden wie viel Zeit, Muskelkraft und Geld man in eine Idee für den Garten investieren will.

Die persönliche Dringlichkeit eines Projektes ergibt sich manchmal, weil sich etwas in der Umgebung oder der Situation der Gartennutzer ändert. So sollte beispielsweise ein Zaum um den Gartenteich gesetzt werden, wenn Nachwuchs ins Haus eingezogen ist. Oder man wünscht sich mehr Sichtschutz weil  nebenan ein neues Haus  gebaut wurde oder der Nachbar seine alte Hecke entfernt hat. Solche Gartenprojekte sind eventuell anderen Ideen für den Garten vorzuziehen.

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